Dolomiten

(Im Land der bleichen Berge)

 

Back to the roots oder "Zurück zu den Anfängen".

So oder so ähnlich könnte die Überschrift zu unserer Dolomitentour lauten.

 

Dolomiten. Was fällt einem da ein? 

Natürlich und zu erst die Sellarunde; Sella - Grödner - Campolongo - Pordoi.

Aber dann? Vielleicht noch Drei Zinnen und Falzarego. Wer sich etwas mit der Materie beschäftigt, findet Niger-Sattel, Fedaia, Fassatal, Seiser Alm

 

Am Passo di Giau

 

Alles Namen die gleichbedeutend sind mit Tourismus, Stau, Abgase. Aber auch irgendwo ihre Berechtigung und Schönheit (!) haben. Wo sonst gibt es so viele Heizerstrecken auf so engem Raum? Mit jeder Straßenbiegung unvergessliche Bilder und bleibende Eindrücke.

 

Da wir die einsamen Pässe und Strecken lieben, mussten wir bei diesem Urlaubsziel schon tiefer in die Trickkiste greifen. Ob es uns gelungen ist, in dieser ansonsten überlaufenen Urlaubsregion noch einsame (Pass-) Strecken zu finden, könnt ihr im Folgenden erfahren.

 

 

Blick vom Hotel Diana zum Latemar

 

Ausgangsort für unsere Motorradexkursion war Welschnofen. Hotel Diana

Kein Party-Hotel und etwas außerhalb von Downtown Welschnofen, dafür aber kurz vor dem Karerpass (Passo di Costalunga) und am Latemar, der Sagenwelt von König Laurin, gelegen. Das Essen und die Betreuung sind einfach Spitze. Gruß von hieraus an Trixi und Stefan.

 

 

 

Eine der schönsten Strecken beginnt in Selva di Cadore und führt über den Forcella Staulanza und Passo Duran hinunter nach Agordo und weiter zum Lago de Mis. Der Staulanza ist noch recht gut ausgebaut und man kann von hier aus auf den Monte Pelmo (3168m) und Monte Civetta (3263m) sehen; mit die höchsten Berge der Dolomiten. Wesentlich enger wird es dann schon am Passo Duran. Übrigens, der Abzweig in Foppa liegt in der Dorfmitte nähe der Kirche. Der Pass ist sehr kurvenreich, mit vielen engen, nicht einsehbaren Kehren. Die Sellarunde ist ein Klacks dagegen. 

 

In Agordo angekommen, südöstlich Richtung Gosaldo abbiegen. 

Hauptfahrtziel ist jetzt Tiser und das Val del Mis im Parco Nazionale delle Dolomiti Bellunesi. Lago de MisDer Weg dorthin führt bergabwärts durch ursprüngliche italienische Dörfchen und steile Felswände. Auf der Westseite des Lago de Mis gibt es Felsgalerien wie am Gardasee, nur nicht so übersichtlich und so gut ausgebaut wie dort. Südlichster Punkt der Tour ist die Bar La Soffia auf der Nordostseite des Sees. 

 

     alla Soffia

 

Die Rückfahrt zum Hotel in Welschnofen führt über den Cereda, Rolle, Valles und Pellegrino.

 

 

 

im Lüsental

 

Ein weiterer Höhepunkt in den Dolomiten ist das Lüsental. Eine Aufschrift des Verkehrsschildes an der Abzweigung unterhalb des Würzjoches lautet: Durchfahrt auf eigene Gefahr. Aber die Strecke ist nicht sehr schwierig , im Gegenteil und der Ausblick ist einfach wundervoll. 

 

 

 

 

 

Lajen - Cafe Am Platzl

Unsere Tour ins Lüsental beginnt im Grödnertal. Abzweig Sankt Peter Richtung Lajen. Eine Pause sollte unbedingt im Cafe Am Platzl eingelegt werden. Über Klausen erreichen wir Gufidaun und fahren in östlicher Richtung bis Sankt Peter (kein Schreibfehler, gibt es wirklich dort zweimal) das Villnösstal herauf. Das Hinweisschild zum Würzjoch ist nicht zu übersehen. Stichwort Hinweisschilder. In dieser Gegend sind alle Hinweisschilder dreisprachig. Neben Italienisch und Deutsch wird hier noch Ladinisch gesprochen.

 

Kurz vor dem Würzjoch zweigt links die Straße ins Lüsental ab. Bevor wir jedoch abbiegen, statten wir dem Würzjoch noch schnell einen Besuch ab.

 

 

Tja, dass sollte es eigentlich gewesen sein. Wenn uns nicht plötzlich eingefallen wäre, dass es von Bozen nach Jenesien noch eine kleine Straße gibt, die sich Jenesier Weg nennt (die alte Straße nach Jenesien). Man munkelt in Fachkreisen, dass diese 2 bis 3 Kilometer lange Straße eine Steigung von weit über 30% aufweist. Wir können das im Nachhinein nur bestätigen. Wir hatten auch den Eindruck, dass in den Kehren die Steigung noch einmal zunimmt. Oben angekommen, fahren wir die neue Straße nach Jenesien wieder herunter. Hier gibt es eine Kehre mit Tunnel und Brücke von sage und schreibe 540o Grad. Schräglage pur.

 

 

Bozen von oben - Jenesier Weg

 

Wie man dahin kommt?

Bozen-Zentrum, dann immer Richtung Sarntal fahren, bis der Richtungsanzeiger nach Jenesien/SanGenesio erscheint. Der Einstieg in die alte Jenesier-Straße liegt 50m  hinter der Abbiegung Man fährt rechts über eine kleine Brücke, dann links hoch. Achtet auf das Straßenschild "Jenesier Weg" / "Via San Genesio". 

 

 

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